Hermelin: Wann ist weiss oder braun?
- Christine Köchli
- vor 2 Tagen
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Wer findet das weisse Hermelin in der Wiese auf dem linken Foto? So flink und doch so gut sichtbar im grünen Gras. Es lebt zwischen einem stark befahrenen Zuggleis, den dortigen Steinhaufen und einem stark frequentierten Spazierweg im Kanton Zug, der u.a. bei Anwohnern und Hundehaltern sehr beliebt ist. Trotz all dieser Herausforderungen, hat dieser eher seltene, faszinierende Bewohner unserer Wiesen und Hecken dort sein Zuhause gefunden. Neben dem Mauswiesel ist es eine der zwei einheimischen Wieselarten. Beide sind nahe Verwandte der Marder und gehören zu den kleinsten Beutegreifer der Schweiz.
Im Winter zeigt das Hermelin sein charakteristisches weisses Winterfell mit der typischen schwarzen Schwanzspitze, ein perfektes Beispiel für Tarnung: Die weiße Farbe schützt es im Schnee vor Fressfeinden, die schwarze Schwanzspitze bleibt als Erkennungsmerkmal für Artgenossen erhalten.
Im Sommer hingegen trägt das Hermelin ein braunes Fell am Rücken und einen weissen Bauch – dadurch ist es das ganze Jahr über optimal an seine Umgebung angepasst. Ein häufiger Verwechslungspartner ist das Mauswiesel, das ähnlich aussieht, aber größer ist, längere Beine hat und keine schwarze Schwanzspitze trägt im Winter und somit komplett weiss ist.
Hermeline brauchen eine vielvältige Kulturlandschaft, die weniger aufgeräumt und daudrch reich an natürlichen Lebensräumen ist, vor allem dichten Pflanzenbewuchs, Wiesen, Hecken und Waldränder, um genügend Schutz und Nahrung zu finden. Sie ernähren sich überwiegend von Kleinsäugern wie Mäusen, aber auch von Vögeln und Eiern.
Trotz ihrer hohen Aktivität sind sie schwer zu sehen, weil sie meist nachts oder in Verstecken jagen und sehr vorsichtig sind – ein Grund, warum Ranger sie nur selten beobachten. Allerdings ist jetzt ist die perfekte Zeit um sie zu sehen, bevor sie ihr weisses Fell in ein braunes wechseln.





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