Arbeitssicherheit und belastende Situationen – ein Workshop von Swiss Rangers
Rangerdienst bedeutet draussen sein, Natur erleben, Menschen für unsere Umwelt begeistern und Besucherinnen und Besucher begleiten. Doch Rangerarbeit kann auch Situationen mit sich bringen, die herausfordernd, belastend oder sogar sicherheitsrelevant sind. Genau diesen Themen widmete sich der Workshop „Arbeitssicherheit und belastende Situationen im Rangerdienst“ von Swiss Rangers am 17. September 2026 im Naturzentrum Pfäffikersee geleiten von Dario Bayani.
Rangerinnen und Ranger aus verschiedenen Regionen und unterschiedlichen Organisationen kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam genauer hinzuschauen: Wo liegen im Arbeitsalltag mögliche Gefahren? Was erleben Rangerinnen und Ranger als belastend? Und vor allem: Was braucht es, damit wir in solchen Situationen sicher und professionell handeln können?
Nach einer Einführung in die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz ging es schnell in die Praxis. Besonders wertvoll war der Austausch über die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten im Rangerdienst. Denn obwohl viele Rangerinnen und Ranger ähnliche Aufgaben wahrnehmen, unterscheiden sich Einsatzgebiete, Auftraggeber, Teams und Rahmenbedingungen teilweise deutlich.
Ein zentraler Teil des Workshops widmete sich belastenden und sicherheitsrelevanten Situationen aus dem Rangeralltag. Gemeinsam wurden verschiedene Situationen gesammelt, eingeordnet und anschliessend in Arbeitsgruppen weiterbearbeitet. Dabei ging es nicht darum, fertige Lösungen vorzugeben. Vielmehr mussten wir selbst überlegen: Was hilft in einer solchen Situation? Was fehlt? Was wäre im Arbeitsalltag tatsächlich umsetzbar?
Gerade diese praktische Auseinandersetzung machte den Workshop besonders wertvoll. Durch die unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmenden entstanden neue Sichtweisen und mögliche Lösungsansätze. Was für den einen Ranger selbstverständlich ist, kann in einem anderen Einsatzgebiet ganz anders aussehen.
Auch die Frage nach den verschiedenen Rollen und Verantwortlichkeiten war ein wichtiger Bestandteil des Nachmittags. Wer trägt Verantwortung, wenn eine Situation eskaliert oder belastend wird? Welche Unterstützung kann vom Team erwartet werden? Welche Aufgaben liegen beim Arbeitgeber oder Auftraggeber und wo kann der Verband unterstützen?
Dabei wurde schnell deutlich: Dieses Thema lässt sich nicht an einem einzigen Workshop abschliessen. Der Workshop war vielmehr ein wichtiger erster Schritt, um Erfahrungen aus der Praxis zusammenzutragen, Bedürfnisse sichtbar zu machen und gemeinsam eine Richtung für die weitere Arbeit zu finden.
Zum Abschluss wurden mögliche Inhalte für einen zukünftigen Verbandsleitfaden gesammelt und priorisiert. Damit wurde eine erste Grundlage geschaffen, auf der nun weiter aufgebaut werden kann. Das Thema Arbeitssicherheit und belastende Situationen im Rangerdienst soll uns also auch über diesen Tag hinaus beschäftigen.
Für mich war der Workshop intensiv, aber gleichzeitig sehr wertvoll. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen die verschiedenen Erfahrungen ausgetauscht wurden und wie viele unterschiedliche Perspektiven zusammenkamen. Gerade bei schwierigen Situationen ist es wichtig, nicht erst im Ernstfall nach Lösungen suchen zu müssen, sondern sich bereits vorher Gedanken über Abläufe, Zuständigkeiten und Unterstützung zu machen.
Zum Abschluss erhielt ich eine Teilnahmebestätigung von Swiss Rangers. Viel wichtiger als die Bestätigung selbst ist für mich jedoch das, was von diesem Tag bleibt: Der erste Schritt ist gemacht – nun geht es darum, gemeinsam weiter daran zu arbeiten.
Ein herzliches Dankeschön an Swiss Rangers und an die Kursleitung für die sorgfältige Vorbereitung, die fachliche Begleitung und den wertvollen Austausch.





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