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Wie wir Igeln helfen können – Tier des Jahres 2026

  • Murièle Keller
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Der Igel (Erinaceus europaeus) ist einer der bekanntesten Wildsäuger Europas, bei Gross und Klein äusserst beliebt, aber auch bedroht. Deshalb wurde er zum „Tier des Jahres 2026“ gewählt, denn er braucht ein gutes Netz an Versteckmöglichkeiten und ein reiches Nahungsangebot.


Diese findet er zunehmends in naturnahen Gärten, Grünanlagen, Friedhöfen und strukturreichen Landschaften. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie in Laubhaufen, unter Hecken oder in selbstgebauten Nestern aus Gras und Blättern.


Als Insektenfresser ernährt er sich hauptsächlich von Insekten, Käfern, Larven, Regenwürmern und Schnecken, und daher ein gerngesehener Gast in unseren Gärten. 

Im Herbst fressen sich Igel eine Fettschicht an, um den Winter zu überstehen. Von etwa November bis März halten sie Winterschlaf. Dabei senken sie ihre Körpertemperatur stark ab und reduzieren Herzschlag sowie Atmung auf ein Minimum.

Charakteristisch ist das Stachelkleid: Ein erwachsener Igel trägt etwa 6.000 bis 8.000 Stacheln von 2-3 cm, die alle 18 Monate erneuert werden. Bei Gefahr rollt er sich zu einer Kugel zusammen – eine effektive Verteidigungsstrategie gegen viele Fressfeinde.

Igel sind zudem ausgezeichnete Riecher und hören sehr gut, sehen jedoch vergleichsweise schlecht. Als Kulturfolger leben sie heute häufig in Parks und Gärten – sind jedoch zunehmend durch Lebensraumverlust, Strassenverkehr und Nahrungsmangel gefährdet.


Wie kann man Igeln helfen?

  • Gärten naturnah gestalten: Laub- und Reisighaufen liegen lassen, heimische Sträucher pflanzen und auf „ordentliche“ Steinwüsten verzichten.

  • Durchgänge schaffen: Kleine Öffnungen (ca. 13 × 13 cm) in Zäunen ermöglichen Igeln den Zugang zu mehreren Gärten.

  • Keine Pestizide verwenden: Insekten sind die wichtigste Nahrungsquelle der Igel.

  • Gefahren vermeiden: Vorsicht beim Einsatz von Mährobotern und Motorsensen, besonders in der Dämmerung.

  • Unterschlupf bieten: Spezielle Igelhäuser oder geschützte Laubhaufen helfen beim Überwintern.


Mit mehr Struktur, weniger „Aufräumen“ und einem bewussten Umgang mit unseren Gärten können wir dazu beitragen, dass der Igel auch künftig ein vertrauter Bewohner unserer Siedlungen bleibt.


Quelle: Alexas_Fotos

 
 
 

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